Dr. Werner Lang

Dr. Werner Lang

Er wurde geboren am 23.3.1922 in Bermsgrün im Erzgebirge. Er besuchte die Grund- Handels und Gewerbeschule. 1940 begann er mit dem Studium an der Ingenieurschule für Maschinen und Fahrzeugbau in Zwickau. 1941 erfolgte eine Unterbrechung durch den Krieg. Er war in Norwegen und Italien im Einsatz. 1945 kam er in Italien zum Widerstand und kam dadurch nicht in Gefangenschaft. Er schlug sich, am Kriegsende, in seine Heimat im Erzgebirge durch. Ostern 1945 setzte er sein Studium an der Ingenieurschule in Zwickau fort. Durch die Demontage in Zwickau wurde das Studium an der TU in Chemnitz für ein Semester fortgesetzt und erfolgte 1947 dann wieder in Zwickau. Er war in Zwickau Studentenratsvorsitzender und schloss sein Ingenieurstudium 1948 mit Eins ab.
Am 1.3.1949 begann er als Assistent beim Betriebsdirektor Bimek in den Horchwerken. Er wurde dann schnell Assistent beim Technischen Direktor und am  20.6.1951, mit 26 Jahren, Direktor für Technik der Horchwerke. Zu dem Bereich gehörte die gesamte Technik einschließlich der Energieversorgung. Sie umfasste zu dieser Zeit ca. 3000 Beschäftigte. Produziert wurde der Klein LKW H3, eine frühere Entwicklung der Autounion, aus den vorhandenen ca. 1000 Maybach Motoren. Es wurden 835 H3 gebaut und an die Rote Armee und an die Bevölkerung für den Neuanlauf gegeben. Aus Beständen wurden einige 930S zusammengebaut und 3 an die Rote Armee und 3 an die Wirtschaftskommission nach Berlin gegeben. 1951 wurde am 920S gearbeitet, aber wieder abgebrochen. Im Werk Horch musste der Traktor für die Landwirtschaft produziert werden. Es folgte die Entwicklung des H1, ein Allradfahrzeug für die kasernierte VP, und aus dem H3 wurde der H3A und die gesamte Dieselmotorenentwicklung, einschließlich der Zylinderkopfstraße. Es folgten, auf Wunsch von China, Versuche mit Anthrazit und aus dem H1 entstanden 1953 Versuche zum P240. Es wurden davon 1382 gebaut.
Die Vereinigung zu Sachsenring führte 1958 zu vielen Verlagerungen der Produktion des Horchwerkes. Er wurde Chefkonstrukteur und setzte die Entwicklung des P601 durch. Serienanlauf war 1964. Ihm folgte die Entwicklung des P603, der durch Minister Mittag gestoppt wurde. Durch seine Bemühungen zum Durchsetzen des P603 musste er für 2 Jahre nach Ludwigsfelde zum Aufbau der Entwicklung. Ab 1970 war er techn. Leiter von Sachsenring und wurde 83/84 mit 60 Jahren vorzeitig Rentner. Er war, durch den Widerstand in Italien VVN.
Es folgten Vorträge an der Ingenieurhochschule in Zwickau und an der TU Dresden. Er beteiligte sich auch an der Neugestaltung des August Horch Museums.

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