Dipl.-Ing. Gerhard Schreier

Dipl.-Ing. Gerhard Schreier

Geboren 1923. Er wollte einmal Ingenieur werden, durfte aber nicht auf die Oberschule, weil er jüdische Verwandtschaft hatte. Durch seine Schwester kam er zur Autounion und wurde Modelltischler, später Technischer Zeichner und kam in die Versuchsanstalt der Autounion in Chemnitz. Er kam in das Konstruktionsbüro als Hilfskonstrukteur und lernte dort Paul Wittber, einen maßgebenden Mann der Triebwerksentwicklung der Autounion und der späteren IFA, kennen. Das war noch vor dem Krieg , also Ende der 30er Jahre. Dort wurde, in dieser Zeit, der F9 entwickelt. Wichtige Männer für den F9 waren der Bildhauer Mikwausch und Albert Locke als Chef der Karosseriekonstruktion. 1942 wurde er zu den Gebirgsjägern eingezogen. Nach dem Krieg übernahm er die Freizeitgruppe Rennwagen der Autounion und kam dadurch zur Triebwerkentwicklung. Er spezialisierte sich auf die Verzahnungstechnik. 1951 wurde er Mitglied des Gesamtdeutschen Verzahnungs- und Getriebeausschusses an der TU München. Ingenieur wurde er in dieser Zeit, als externer, an der Ingenieurschule für Kraftfahrzeugbau in Zwickau und später erhielt er das Diplom nach einem Abendstudium. In der Getriebeentwicklung hat er am 240er Getriebe von Sachsenring gearbeitet und später das Getriebe für den B1000 entworfen. Er kam schließlich zur technischen Gruppe Getriebe der VVB Auto und war dann verantwortlich für die Getriebeentwicklung für LKW und Multicar.

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